Ungarisch: Szombatfa

Sumetendorf ist ein Ort in der Marktgemeinde Strem im Burgenland. Der ungarische Ortsname ist Szombatfa. Eine frühere Ortsbezeichnung war Zumendorf.

Mit seinen 52 Einwohnern (1. Jänner 2017) und 30 Häusern ist Sumetendorf die kleinste Ortschaft der Gemeinde. In den Sumetendorfer "Bergen" finden Sie die typischen Kellergassen mit ihren urigen Weinkellern. Neben hervorragenden Edelweinen gedeiht hier auch der sagenumwobene UHUDLER.

Im Ort befinden sich eine Kapelle und eine Freiwillige Feuerwehr. Von 1893 bis 1939 wanderten viele Einwohner nach Amerika aus.

GLOCKENWEIHE am 1. Mai 1958 (Text: Burgenländische Gemeinschaft Ausgabe 1958, Nr. 6):
Die Einwohner von Sumetendorf mit ihren nur 87 Seelen bauten eine eigene Kirche, die soweit fertiggestellt wurde, daß am 1. Mai 1958 2 neue Glocken eingeweiht werden konnten. Ein wahrlicher Freudentag für das ganze Dorf, noch dazu begünstigt durch schönes Wetter! Die große Glocke mit über 100 kg wurde von Ignaz Kroboth, Nr. 6, als Vermächtnis nach dem Kinde Theresia und die kleine Glocke von John Garger, Nr. 3, in New Jersey, der bisher über 1000 Dollar spendete, gekauft. Vor dem Kircheneingang zelebrierte Kreisdechant 1. R. Carl Neubauer (ein Ortskind) unter Assistenz von Pfarrer Wallner eine Feldmesse, während der die Kapelle Kroboth die Schubert-Messe spielte, und nahm die Weihe der Glocken vor. Nach der Weihe wurde von den Glockenpatinnen Maria Schatz (geb. Kroboth) und Rosa Garger (STREM 54, Nichte des Spenders der Glocke) je ein Spruch vorgetragen. Die Festrede hielt Kreisdechant Msgr, Herczeg aus Gaas. Am Nachmittag fand der Aufzug der Glocken statt. Das erste Geläut mit der großen Glocke galt den Gefallenen der beiden Weltkriege sowie der verstorbenen Theresia Kroboth. Das anschließende Geläut mit der kleinen Glocke war allen Ortskindern der Gemeinde, die nach den USA ausgewandert sind, gewidmet. Mit dem Lied "Großer Gott, wir loben dich" fanden die Feierlichkeiten ihren Abschluß. Für die Heimatfilm-Abende in diesem Sommer in Nordamerika hat Dr. T. Lantos alles in Farbfilmen aufgenommen.)

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Amerikanerkreuz: Eine Spende wurde kürzlich dem Verschönerungsverein Sumetendorf für die Renovierung und Erhaltung des Amerikanerkreuzes übergeben. Die Spende kam von Alois Deutsch, geb. am 24. 5.1890 in Sumetendorf 2. Er entstammte einer kinderreichen Familie und wanderte bereits 1907 nach Amerika aus. Im Jahre 1913 kehrte er zur Ableistung des Wehrdienstes nach Österreich zurück. Hier brach alsbald der 1. Weltkrieg aus und Alois Deutsch konnte erst 1921 wieder in die USA zu seiner Frau zurück. Seine Frau, eine Gaaserin, hieß mit ihrem Mädchennamen Oswald. Der heute 97-jährige Burgenländer - so fühlt er sich nämlich noch immer - ist seiner Heimatgemeinde Sumetendorf oft im Gedanken verbunden und er würde sein Heimatdorf gerne noch einmal sehen. Durch sein hohes Alter scheint sich dieses Vorhaben nicht mehr realisieren zu lassen. Die Sumetendorferinnen und Sumetendorfer danken Herrn Alois Deutsch für die Spende und wünschen ihm noch viele Jahre Gesundheit! (Text: Burgenländische Gemeinschaft, Ausgabe 9/10, September/Oktober 1987).
Kirche z. hl. Josef, dem Arbeiter: Der 14. Dezember 1958 krönte ein einmaliges Werk: 17 Familien oder nicht einmal 80 Seelen haben sich in - schönster und würdigster Form ein Denkmal gesetzt. Die zur Pfarre Strem gehörende Filialgemeinde Sumetendorf hatte es sich vorgenommen, ein Gotteshaus zu bauen. Ortspfarrer Josef Wa1lner gelang es - selbst begeistert von - der großen Idee - die 0pferbereitschaft der Gläubigen in richtige Bahnen zu lenken. Am 1. Mai 1957 wurde der erste Spatenstich auf dem von der Bäuerin Josefa Neubauer geschenkten Grundstück gemacht und im Spätherbst 1957 stand der Rohbau da (Text: Burgenländische Gemeinschaft Ausgabe 1959, Nr. 1).

Persönlichkeiten:
Josef Domitrovitsch (1893–1962), römisch-katholischer Bischof.

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