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Die Bundeshauptstadt

Person - Albert von Margutti

Albert Alexander Vinzenz Freiherr von Margutti, * 28. November 1869 in Fiume, dem heutigen Rijeka; † 3. Januar 1940 in Wien, Bestattungsdatum: 08.01.1940, war ein General der österreichisch-ungarischen Armee, Flügeladjutant Kaiser Franz Joseph I. und Schriftsteller. Zuletzt wohnhaft: 18., Schindlergasse 29.

Verheiratet seit 27. oder 28. Oktober 1917 (Quelle: Fremden-Blatt vom 28.10.1917, Seite 11) mit Ida Baronin von Margutti, geb. Maria Karoline Ida Weil, verw. Maria Karoline Ida Wank Edle von Wanström, * 12.03.1879 in St. Josef ob der Laimgrube, † 08.01.1971, Tochter von Agid Weil und Wilhelmine Schullos.

Leben: Albert Margutti wurde als Sohn des in den Diensten der österreichisch-ungarischen Marine stehenden und aus Triest stammenden Schiffsbau-Oberingenieurs Henrico Margutti und dessen Ehefrau Carla Margutti (geb. Gallo) geboren. Er besuchte die k.u.k. Technische Militärakademie in Wien, die er im Leutnantsrang verließ. 1891 wurde er zum Oberleutnant befördert, 1892–1894 besuchte er die k.u.k. Kriegsschule in Wien und war 1895–1896 dem Generalstabskorps zugeteilt. 1896 erhielt er sein Hauptmannspatent und kehrte ab 1898 wieder in das Generalstabskorps zurück. Ab 1900 wurde er Ordonnanzoffizier.

Im Jahr 1906 wurde er Flügeladjutant von Eduard Graf Paar, dem Generaladjudanten des Kaisers Franz Joseph I. 1910 wurde er in den Adelsstand erhoben, 1911 zum Oberst und 1915 zum Generalmajor. Er verblieb im direkten Dienst für den Kaiser bis zu dessen Tod 1916. 1917 wurde er in den Freiherrnstand (Wiener Zeitung vom 4.10.1917, Seite 1) erhoben und mit 1.12.1917 zum stellvertretenden Direktor des Kriegsarchivs ernannt. 1918 wurde er zum Feldmarschallleutnant ernannt. Nach Kriegsende optierte er für Italien, was für ihn zur Folge hatte, dass weder die österreichische Republik noch Italien für seine Versorgung aufkommen wollten. Mit seinen, nach Ende des Ersten Weltkriegs verfassten Erinnerungen an Kaiser Franz Joseph eröffnete er eine wichtige, wenn auch nicht immer ganz korrekte Geschichtsquelle sowohl über die persönliche Biographie des Kaisers in dessen späten Jahren, als auch für die Zeit vor und im Ersten Weltkrieg. Der Kaiser wird als unermüdlicher, pflichtbewusster erster Beamter seines Reichs geschildert, zugleich wird die zunehmende Abhängigkeit des k. u. k. Reichs vom deutschen Kaiserreich dargestellt.

Albert von Margutti starb schließlich 1940 zu Beginn des Zweiten Weltkriegs in Wien. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Gersthofer Friedhof (Gruppe: 4, Nummer: 7) im 18. Wiener Gemeindebezirk Währing.

Fremden-Blatt vom 28.10.1917, Seite 11: (Vermählung des Generalmajors Freiherrn von Margutti.) Gestern vormittags hat Kardinal Fürsterzbischof Piffl in der Hauskapelle seiner Residenz die Trauung des Stellvertreters des Direktors des Kriegsarchivs Generalmajors Albert Freiherrn v. Margutti mit Frau Maria Karoline Ida Wank Edle v. Wanström, Witwe nach dem im Kriege gefallenen Ulanenmajor Franz Wank Edlen v. Wanström, vorgenommen. Als Trauzeugen fungierten Generaloberst Graf Paar und Herr Rudolf Kraßl v. Traissenegg. Der Trauung wohnte eine ungemein große Zahl von Hochzeitsgästen der hohen Aristokratie bei.

Neues Wiener Journal vom 1.9.1936, Seite 9: Feldmarschalleutnant d. R. Albert Alexander Freiherr v. Margutti, Ehren- und Devotionsdonat des souveränen Malteserordens, hat sich mit seiner Gemahlin gebornen Maria Karoline Weil von Wien über Paris nach London begeben.

Pester Lloyd vom 28.11.1939, Seite 15: 70. Geburtstag des FML. Baron v. Margutti. Wie uns aus Wien berichtet wird, feiert heute dort FML. a. D. Albert Freiherr v. Margutti seinen 70. Geburtstag. Baron Margutti, seinerzeit der k. u. k. Generaladjutantur zugeteilter General, hat sich auch als Schriftsteller einen Namen gemacht Er ist Verfasser zahlreicher historischer Bücher und Aufsätze über Kaiser-König Franz Josef, ferner Verfasser des Buches „Über die Beherrschung der Meere", das auf ausdrücklichen Wunsch Kaiser Wilhelms II. den Abgeordneten des deutschen Reichstages anläßlich der Flottenvorlage des Jahres 1900 überreicht worden war. Baron Margutti, Inhaber höchster Ordensauszeichnungen, ist auch unseren Lesern durch zahlreiche interessante Beiträge im Pester Lloyd bestens bekannt, so daß auch wir uns den Gratulanten anschließen können.

Österreichische Militärauszeichnungen (Stand 31. Dezember 1918):
Militär-Jubiläumskreuz 1908
Militär-Jubiläumsmedaille 1898
Dienstzeichen für Offiziere III. Klasse
Bronzene Militär-Verdienstmedaille
Militärverdienstkreuz III. Klasse
Franz-Joseph-Kreuz
Orden der Eisernen Krone Ritter III. Klasse
Leopoldorden Ritterkreuz
Orden der Eisernen Krone Ritter II. Klasse, Kriegsdekoration

Werke:
Die entscheidungssuchende Verteidigung; Organ der militärwiss. Ver., Bd. 54, Wien 1897;
Darstellung der krieger. Ereignisse in Italien 1866; Seidel, Wien 1897;
Der türk.-griech. Conflikt 1897, seine Entstehungsgeschichte und seine Austragung im jüngsten europ. Kriege, 1898;
Die Wiedereroberung des Sudan 1896–98, in: Streffleur, Jg. 76, 1899, Bd. 2;
Die Meeresbeherrschung in ihrer Rückwirkung auf die Landoperationen des großen Krieges; Wien & Leipzig 1900;
K. Franz Joseph I. und sein Hof, hrsg. von J. Schneider; 1919;
Vom alten K. Persönliche Erinnerungen an K. Franz Joseph I.; 1921, (2. Aufl.: K. Franz Joseph. Persönliche Erinnerungen, 1924)

Weiters im Grab bestattet:
Emma von Binder-Degenschild, Oberstenwitwe, * 04.03.1878, † 12.06.1946, Bestattungsdatum: 18.06.1946
Ludmilla Josefa Wacula, auch Wazula (Tochter von Josef Wacula, Fabriksarbeiter aus Chlumek in Mähren, und Anna Rosalia Katharina Koppensteiner, Trauung am 16.02.1890 in Liesing), * 08.04.1891 in Liesing, † 04.07.1966, Bestattungsdatum: 06.07.1966, zuletzt wohnhaft: 18., Schindlergasse 29
Ida Baronin von Margutti (Gattin), geb. Maria Karoline Ida Weil, verw. Maria Karoline Ida Wank Edle von Wanström, Tochter von Agid Weil und Wilhelmine Schullos, Feldmarschallleutnantswitwe, * 12.03.1879 in St. Josef ob der Laimgrube, † 08.01.1971, Bestattungsdatum: 13.01.1971, wohnhaft: 18., Schindlergasse 29 (1965) 1. Heirat am 02.12.1899 mit Franz Josef Wanka (oder Wank) Edler von Wanström, 2. Heirat Okt. 1917 mit Albert Alexander Vinzenz Freiherr von Margutti.

Quelle: Dieser Text basiert auf dem Artikel Albert_von_Margutti aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 4.0 (Text erweitert). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. Bilder: www.nikles.net, Photograph Neumann Wien/Ischl im Jahr 1902, gemeinfrei, Fremden-Blatt vom 28.10.1917, Seite 11 (Heirat) Neues Wiener Journal vom 1.9.1936, Seite 9 (Nachweis für Maria Karoline Weil), Pester Lloyd vom 28.11.1939, Seite 15, Matricula Online, Taufbuch Liesing, 1886-1893, Seite 270 (Ludmilla Josefa Wacula), Matricula Online, Trauungsbuch St Josef ob der Laimgrube, Trauungsbuch, 1899-1901, Seite 51 (1. Ehe von Ida Baronin von Margutti, geb. Maria Karoline Ida Weil).



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