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Niederösterreich - Deutsch-Wagram, Kriegerdenkmal

Das Soldatendenkmal befindet sich vor der Hauptschule in der Bahnhofstraße in Deutsch-Wagram. Es zeigt einen auf ein Gewehr gestützten Soldaten auf einem quadratischen Sockel, dahinter sind dreiteilige Namenstafeln.

Das Heldendenkmal wurde 1923 zum Andenken an die Gefallenen und Vermissten des 1. Weltkrieges errichtet und am 05.08.1923 eingeweiht. Der Entwurf stammt von Bildhauer Fritz Weghaupt (* 04.07.1868, † 25.01.1942). Die Errichtung kostete damals mehr als 20 Millionen Kronen, welche durch Sammlungen aufgebracht wurden. 1959 wurde das Kriegerdenkmal um die Namen der Gefallenen und Vermissten des 2. Weltkrieges erweitert.

Die Namen der Gefallenen und Vermissten im 1. Weltkrieg lauten: BACHLER Karl, BAUMGARTNER Hubert, BOCEK Raimund, CASTELLEZ Hans, DOBIECKI Julius, DOBIECKI Zeno, ETZERSDORFER Josef, GOLDSTEINER Rudolf, HADRIGAN Rudolf, HANN Martin, HANSAL Albert, HELMREICH Johann, KAMENIK Karl, KIDERY Oskar, KITTENBERGER Vinzenz, KÖLLER Ernst, KORINEK Anton, LEHNER Josef, LOSERT Richard, MAHKOVEK Robert, PETERKA Alfred, POLAK Leopold, POPPER Fritz, PUCHNER Fritz, PUCHNER Raimund, RAK Franz, REICH Max, REISNER Gustav, RUZICKA Franz, SAMORIL Eduard, SCHILLER Leopold, SCHIMEK Anton, SCHIMEK Wilhelm, SCHINKMANN Rudolf, SCHOLLE Ignaz, SEEMANN Anton, SPILLER Alois, TOLL Franz, TRAUNER Johann, TRAUNER Josef, UMSHAUS Martin, WALD Franz, WEBER Thomas, WITTMANN Anton, WLCEK Alois und ZAMPACH Alois.

Die Namen der Gefallenen und Vermissten im 2. Weltkrieg lauten: ADENBECK Karl 1909, ALBERT Rudolf 1902, BAUER Josef 1906, BAUER Leopold 1914, BAUER Rudolf 1907, BEDNAR Anton 1922, BEK Karl 1921, BIERLEUTGEB Josef 1915, BIGL Franz 1911, BINDER Josef 1910, BINGER Engelbert 1921, BINGER Walter 1925, BÖCKL Alfred 1917, BÖCKL Hubert 1925, BÖCKL Leopold 1912, BÖHM Karl 1921, BREITENLACHER Friedrich 1925, BRENNER Josef 1903, BRUNNER Karl 1919, BUCHBERGER Eduard 1925, CHLEVENYI Franz 1911, CHRISTEN Franz 1920, CHYTIL Josef 1911, DIRNWÖBER Egon 1920, DOBLER Isidor 1913, DOBLINGER Franz 1897, DREY Franz 1896, DUCH Johann 1882, EISELT Erich 1914, FALTIS Franz 1898, FIALA Friedrich 1922, FIALA Johann 1926, GEBAUER Gustel 1912, GLÜCK Franz 1897, GROSS Emil 1919, GÜRSCHKA Wilhelm 1926, HAINBURGER Edmund 1921, HAINISCH Rudolf 1899, HAMERNIK Paul 1912, HITTINGER Johann 1906, HITTINGER Karl 1900, HLEDIK Jaroslav 1912, HOCKER Karl 1902, HOFER Johann 1909, HOLCAPEK Franz 1903, HÜBNER Rudolf 1901, HÜLL Karl 1921, HÜLL Mathias 1913, HÜLL Rudolf 1911, ILGNER Ferdinand 1907, JANIK Eduard 1909, JEITLER Karl 1896, KADLEC Rudolf 1907, KAINZ Karl 1922, KAMENIK Rudolf 1903, KARLBERGER Otto 1926, KARNIK Karl 1912, KATZBERGER Karl 1899, KLIER Georg 1914, KOCH Wilhelm 1921, KOLLER Karl 1924, KOMMETTER Ernst 1923, KREJCI Julius 1906, KRENN Robert 1925, KRETSCHMER Rudolf 1912, KRUPAN Franz 1915, KÜHR Franz 1919, KYSELLA Johann 1917, LAMAC Ernst 1914, LECHNER Ferdinand 1926, LEEB Ferdinand 1923, LEEB Josef 1886, LEHNER Johann 1923, LEHNER Leopold 1917, LEHNER Paul 1926, LUCSANICS Stefan 1907, LUDWIG Josef 1912, LUKOVSKY Anton 1911, MACHAC Leopold 1916, MACHER Josef 1910, MAHKOVEC Ernst 1925, MANGOLD Wilhelm 1882, MARISCHLER Paul 1916, MIKESCH Franz 1919, MISCHKA Johann 1912, MITWITZKI Friedrich 1912, MITWITZKI Gisbert 1910, MÜLLER Josef 1904, NEFISCHER Theodor 1906, NEUMER Leopold 1927, NOTHAFT Josef 1911, NOVOTNY Johann 1917, NOWAK Leopold 1925, OVCHAROVICH Viktor 1926, PECINKA Kurt 1919, PETRZELKA Franz 1922, PEYCHAL Erwin 1913, PFÜTZNER Franz 1915, PICHLER Heinrich 1915, PLANETA Josef 1900, PLANETA Rudolf 1925, POIGER Josef 1918, PÖLZER Stefan 1926, PROHASKA Anton 1914, PRYBIL Johann 1922, RAK Gertrude 1922, REDL Johann 1902, RICHTER Franz 1907, RIEGL Franz 1911, RIEGL Herbert 1917, RÖDER Ferdinand 1913, RÖDER Wilhelmine 1920, ROSENBERGER Herbert 1925, SADIL Stefan 1900, SCHABES Karl 1912, SCHALUDEK Johann 1926, SCHEIFINGER Emmerich 1905, SCHERB Heinrich 1924, SCHICKER Friedrich 1922, SCHINDLER Friedrich 1911, SCHLEDERER Josef 1926, SCHLEIFER Franz 1921, SCHLEIFER Josef 1910, SCHMID Eduard 1912, SCHMIED Wilhelm 1916, SCHMIEDL Rudolf 1920, SCHMIEDL Rudolf 1886, SCHNEIDER Johann 1923, SCHNEIDER Johann 1922, SCHÖBERL Hugo 1924, SCHÖPFLEUTHNER Johann 1924, SCHÖPPL Erwin 1921, SCHWEINHAMMER Johann 1922, SEHER Anton 1913, SEIPT Friedrich 1920, SEIPT Herbert 1924, SEIPT Josef 1913, SEIPT Ludwig 1923, SEIPT Ludwig 1893, SILBER Otto 1909, SMID Alois 1915, SMOLIK Rudolf 1910, SMRZ Leopold 1911, STADLER Alfred 1916, STADLER Kurt 1923, STAUDIGL Josef 1913, STEMMER Rudolf 1906, STINDL Leopold 1910, STÖGER Anton 1884, STRAKA Franz 1909, STRNAD Josef 1912, SWOBODA Adolf 1912, TAUNER Ernst 1921, THOMAY Leopold 1890, THUMA Anton 1911, TILSCHER Franz 1912, TILSCHER Johann 1910, TRAUNER Johann 1922, TUTSCHEK Karl 1918, UHL Karl 1905, VAZULKA Edmund 1913, VEIGL Rudolf 1909, VENHAUER Josef 1909, WAGACS Friedrich 1924, WALTER Karl 1923, WEBER Hermann 1925, WEINHOLD Anton 1912, WEINMANN Anton 1923, WEINMANN Franz 1920, WEINTRAUD Alfred 1928, WEINTRAUD Franz 1910, WEINTRAUD Josef 1914, WEISS Karl 1926, WERNER Rudolf 1919, WIEDL Franz 1915, WILLERT Leopold 1907, WIRGLER Franz 1910, WITTHALM Günther 1926, WITTMANN Josef 1924, WONDRASCH Ludwig 1911, WURSAG Johann 1918, ZEHETBAUER Ernst 1902, ZEHETNER Karl 1925 und ZIER Bruno 1912.

Arbeiter Zeitung vom 12.8.1923, Seite 5: Ein Kriegerdenkmal, das Abscheu vor dem Kriege er­weckt! Aus Deutsch-Wagram wird dem „Volksboten" geschrieben: Seit zwei Jahren wird von einem großen Teil der Bevölkerung der Wunsch nach einem Kriegerdenkmal geäußert. Da die sozialdemokratische Gemeinderatsmehrheit ein Krieger­denkmal nicht für besonders dringlich hielt, verstand sie es, die Errichtung hinauszuschieben. Vor ungefähr einem Jahre wollten nun die Bürgerlichen allein die Sache in die Hand nehmen, um durch Spenden die nicht gerade geringen Kosten aufzubringen. Dann wollten sie ein Kriegerdenkmal nach ihrem Geschmack errichten. Unsere Gemeinderatsfraktion sah nun, daß die Sache nicht mehr zu verhindern sei, und beschloß, gemäß der Stärke der Partei in den Kriegerdenkmalausschuß einzutreten. Um so die Aufstellung eines chauvinistischen Denkmals zu ver­hindern. Da durch den Proporz die Mehrheit des Ausschusses aus Genossen bestand, wurde Oberinspektor Ingenieur Kirschner, ein Pazifist, zum Obmann, Genosse Widmayer als Fraktionsobmann zum Obmannstellvertreter und Vizebürgermeister Popper zum Kassier gewählt. Dann wurde eine von allen Parteien großzügig angelegte Sammelaktion eingeleitet. Von dem zunächst eingekommenen Betrag wurden zwei Millionen dem akademischen Bildhauer Weghaupt, dem die künstlerische Ausführung übertragen wurde, zum Ankauf des Steines übergeben. Nachdem diese zwei Millionen Angabe geleistet worden waren, sahen die Christlichsozialen, daß es nun kein Zurück mehr gebe, und sie kamen mit ihren Forderungen. Sie übergaben dem Genossen Widmayer ein langes Schreiben, wo alle möglichen und unmöglichen christlichsozialen Kerzlweibervereine unterschrieben waren und worin sie erklärten, nur dann den Kriegerdenkmalausschutz mit Geld und ihrer Mitarbeit unterstützen zu können, wenn ihnen die schriftliche Garantie gegeben wird, daß das in Bestellung gegebene Denkmal bei der Enthüllung auch - eingeweiht wird. Namens des Klubs der sozialdemokratischen Gemeinderäte antwortete Genosse Widmayer, daß die Sozialdemokraten wohl selbst nicht für die Einweihung seien, aber auch nichts dagegen hätten. Sie hätten auch nichts einzuwenden, wenn nach dem römisch-katholischen Priester ein evangelischer Priester und zum Schluß ein jüdischer Rabbiner seinen Hokuspokus machen würde. Im übrigen werden die Sozialdemokraten das Versprechen nicht schriftlich geben - da ihrer Meinung nach unter anständigen Leuten das gesprochene Wort ebenso schwer wiegt wie das geschriebene. Damit gaben sich die Christlichsozialen zufrieden. Nachdem noch die Deutschnationalen - das Denkmal entsprach ihrem Geschmack nicht - einige Schwierigkeiten gemacht hatten, wurde nun Sonntag [05.08.1923] das Anti-Krieg-Denkmal feierlich enthüllt. Das Denkmal stellt einen des Krieges müden, übermannsgroßen Soldaten mit Gewehr bei Fuß und gesenktem Blicke dar, der an eine große Steinwand gelehnt ist. Auf dieser Steinwand steht rechts neben der Figur in großen Lettern: Die Waffen nieder! Und links: Nie wieder Krieg! Darunter in zwei langen Reihen die Namen der Gefallenen. Unten aus dem Sockel, auf dem die Soldatenfigur steht, fallen dem Beobachter die Worte: „Den Opfern des Weltkrieges 1914 bis 1818" ins Auge. Nach der Uebergabe des Denkmals an die Gemeinde hielt Bürgermeister Genosse Deußner eine ergreifende Ansprache. Die Enthüllungsfeier war schlicht und ernst. Es waren keine offiziellen Persönlichkeiten eingeladen und so konnte die bei solchen Anlässen übliche Fresserei und Sauferei unterbleiben. So steht nun auch im Viertel unter dem Manhartsberg, dem schwärzesten unter den schwarzen Vierteln, ein Anti-Krieg-Denkmal, dessen sich die große Mehrheit der arbeitenden Bevölkerung Deutsch-Wagrams nicht zu schämen braucht. Es erübrigt sich, zu bemerken, daß zu den Kosten des Denkmals kein Heller aus öffentlichen Mitteln gegeben wurde und die gesamten Kosten von mehr als zwanzig Millionen durch Spenden aufgebracht wurden.

Der Weckruf vom 19.8.1923, Seite 6: Sozaldemokratische Sympathie für Kriegerdenkmale. Aus Deutsch-Wagram wird uns geschrieben, daß dort die Sozialdemokraten in Gemeinschaft mit der bürgerlichen Mischmaschpartei an die Errichtung eines Kriegerdenkmals geschritten sind, und daß bei der Enthüllung desselben eine Festkoalition von Sozialismus und Kapitalismus gebildet wurde. Die Herren Wiedmayer und Genossen sind immer zu Konzessionen an die Dorfbourgeoisie bereit, obwohl gerade sie in den Arbeiterversammlungen revolutionäre Phrasen dreschen, die ihnen die wenigsten mehr glauben. Man kennt sie und wundert sich über nichts mehr. Aber die „Arbeiter-Zeitung" hat sich am 12. d. voll und ganz auf den Standpunkt der „berühmten" Deutsch-Wagramer Sozialdemokraten gestellt. Auch sie verteidigt die Errichtung des Kriegerdenkmals, „da es Abscheu vor dem Kriege erwecke" und weil seit zwei Jahren von einem großen Teil der Bevölkerung der Wunsch nach einem Kriegerdenkmal geäußert wurde." Die Bevölkerung von Deutsch-Wagram wünscht die Errichtung eines Volksbades, Behebung der Wohnungsnot, energische Besteuerung der Dorfreichen, Unterstützung der Witwen und Waisen und deren Kinder, Errichtung des Kindergartens, eine bessere Straßenpflege u. a. ein heißer Wunsch nach einem Kriegerdenkmal war nicht vorhanden. Das Kriegerdenkmal hat 20 Millionen gekostet, die durch Betteln und Hausieren hereingebracht wurden. Diese große Geldsumme wäre wohl besser für Notstandszwecke verwendet worden. Aber sprechen wir vom Abscheu vor dem Kriege: Das Denkmal stellt einen bewaffneten Krieger dar. Die Sozialdemokraten sagen, sein Blick sei müde, die Hakenkreuzler sagen sein Blick sei trutzig. Man sieht, wie der Abscheu wirkt. Daß die Bürgerlichen in Deutsch-Wagram schließlich mehr zu bestimmen hatten als die Sozialdemokraten, zeigt die Tafel der gefallenen Kriegsopfer. Auf dieser sind die Chargengrade der Offiziere und Unteroffiziere angeführt. Der bürgerliche Komiteeobmann Kirschner wurde auch von den Sozialdemokraten zum Ehrenbürger ernannt. Unsere zwei kommunistischen Gemeinderäte waren gegen alles, gegen das Kriegerdenkmal und gegen den Ehrenbürger. Trotzdem wurden Berichte im Floridsdorfer „Volksboten" herausgegeben die vom einstimmigen Beschlusse sprachen. Mit solchen faustdicken Lügen wird operiert. Die Mastdarmkletterei der Sozialdemokraten vor den Bürgerlichen sei noch dadurch gekennzeichnet daß sie es sogar geduldet haben, daß der römische Pfaffe das Denkmal einweihen durfte. Das sind sonderbare Freidenker und Kämpfer des Proletariats. Selbst für die „Arbeiter-Zeitung" aber ist es eine unerhörte Schande, eine solche Aktion noch zu verherrlichen.

Die Enthüllung und Einweihung des Kriegerdenkmales in Deutsch-Wagram. Die hiesige bürgerlich-sozialdemokratische Koalition hat hier ein Kriegerdenkmal errichtet. Sonntag, den 5. August wurde es enthüllt. Die proletarische Ordnerschaft marschierte in einheitlicher Kampffront dagegen auf. Die Frontkämpfer blieben aus, einer wurde am Bahnhof proletarisch empfangen. Mit dem gesamten kleinbürgerlichen Troß, der hochwürdigrn Klerisei, erschienen im selben Zuge der Bürgermeister Gen. Deußner und zwei sozialdemokratische Gemeinderäte. Gesänge der Hakenkreuzler, daneben ein Gedicht einer Jugendgenossin der Kinderfreunde. Ansprachen und pfäffische Einweiherei bildeten das Programm. Dieses Programm wurde aber durch den Aufmarsch der Ordner etwas geändert. Kerzlweiber und Angsthasen zerstoben, die Klerisei verkroch sich, dem Denkmalausschuß schlotterten die Knie. Die Ordner nahmen Front vor dem Denkmal. Der kreidebleiche Sozialdemokrat Widmayer versuchte die Ordner zum Abmarsch zu bewegen, diese erklärten aber der Dorfbourgeoisie und jenen gestrauchelten Proletariervertretern, die mit der Klerisei und Gendarmerie marschieren, die ehrliche Wahrheit sagen zu wollen, daß die Arbeiter mit solcher Pfaffiade nichts gemeinsam haben und diese Wahrheit wurde ihnen ordentlich gesagt. Ordnergenosse Killich hielt eine Ansprache, die lebhafte Zustimnmng bei allen Kriegsteilnehmern und klassenbewußten Arbeitern fand. Die Gegner schnaubten vor Wut und Haß. Am Schluß kurze Kommandoworte und Abmarsch der proletarische Wehr unter Gesang der Internationale. Jetzt konnten die Bürgerlichen ihre Harlekinade beenden, aber die Lust war ihnen vergangen. Der Dechant Pecka beeilte sich mit seiner Zeremonie, der Bürgermeister-Genosse hielt eine kurze Rede. Nachmittags allerdings kamen sie auf ihre Rechnung. Da gabs Würstelschnappen, Scheibenstechen und Rutschbahnfahren, ernst und würdig, Abscheu vor dem Kriege erweckend. Das ist sozialdemokralische Erziehungsarbeit. Kirschner, Licatka. Widmayer und Genossen trauern und weinen noch heute, wie einst die Juden an den Wassern Babylons, um das programmwidrig verlaufene Fest. Die „Arbeiter-Zeitung" aber schreibt: „Die Enthüllungsfeier war schlicht und ernst." Das stimmt, soweit es die Aktion der proletarischen Ordner betrifft.

Die Leuchtrakete vom Feber 1924, Seite 12: Ein Kriegerdenkmal — gegen den Krieg. Wie in vielen Orten Österreichs, so haben auch die Patrioten von Deutsch-Wagram (Niederösterreich) angeregt, ein Kriegerdenkmal zu errichten. Natürlich sollte es ihrem Geschmack entsprechen und den Habsburgerkrieg verherrlichen. Daraus ist die sozialdemokratische Gemeinderatsfraktion nicht eingegangen. Sie verlangte vielmehr, daß auf der rechten Seite die eher­nen Worte Berta Suttners: "Die Waffen nieder!" und rechts die Parole der Antikriegsliga: "Nie wieder Krieg!" in großen Lettern angebracht werden müssen. Unser Bild zeigt dieses Denkmal. Die Enthüllungsfeier wurde in ernster und schlichter Weise durchgeführt.

Quelle: Text: www.nikles.net, Bilder: www.nikles.net, Arbeiter Zeitung vom 12.8.1923, Seite 5, Der Weckruf vom 19.8.1923, Seite 6, Die Leuchtrakete vom Feber 1924, Seite 12.



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