Person - Ignaz Kölbl
Ignaz Kölbl, Weinwirt, Fleischhauer und Hausinhaber,
Besitzer des "Laveran-Hauses" im
Fasanviertel,
* 1789, † 28.12.1850 in Wien, zuletzt wohnhaft: 3., Landstraße Nr. 380.
Ignaz Kölbl ist von Klein-Jetzelsdorf im Bezirk Horn in
Niederösterreich nach Wien gekommen,
wo er auch Mitglied des Äußeren Rates wurde und zwischen 1834 und 1838 als Grundrichter auf der Landstraße amtierte.
1821-1823 ließ er die Weyringersche Sandwurfstätte, eine Sandgrube im Bereich der Vorstadt Landstraße im frühen 19. Jahrhundert,
südlich der heutigen Theresianumgasse (Wieden), parzellieren.
Ehrungen:
Kölblgasse (3.), benannt (um 1800) nach dem Fleischhauer und Grundbesitzer Ignaz Kölbl, der Anfang des 19. Jahrhunderts mit seinem Haus die Gasse eröffnete.
Wiener Zeitung vom 3.1.1851, Seite 7:
Hr. Ignaz Kölbl, Hausinhaber, alt 61 J., auf der Landstraße Nr. 380, an der Lungentuberkulose.
Wiener Zeitung vom 7.2.1851, Seite 23:
Ignaz Kölbl'schen Verlassenschafts-Gläubiger.
Vor dem k. k. Bezirksgerichte Landstraße haben alle Diejenigen,
welche an die Verlassenschaft des den 28. December 1850
verstorbenen, Nr. 380 auf der Landstraße wohnhaft gewes. Hrn.
Ignaz Kölbl, Hauseigenthümers, als Gläubiger eine Forderung
zu stellen haben, zur Anmeldung und Darthuung derselben den
28. Februar 1851 Vormittags 10 Uhr zu erscheinen, oder bis
dahin ihr Anmeldungsgesuch schriftlich zu überreichen; widrigens
den Gläubigern an diese Verlassenschaft, wenn sie
durch die Bezahlung der angemeldeten Forderungen erschöpft
würde, kein weiterer Anspruch zustände, als in so fern ihnen
ein Pfandrecht gebührt. Wien den 22. Jänner 1851.
Die Grabstelle befindet sich am
St. Marxer Friedhof (
Position 113f).
Quelle: Text: www.nikles.net, Bilder: Wiener Zeitung vom 3.1.1851, Seite 7, Wiener Zeitung vom 7.2.1851, Seite 23.