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Die Bundeshauptstadt

Person - Rudolph Edelmayer

Rudolph Edelmayer, auch Edelmeier, Edelmeyer genannt, Wirt und Hausinhaber in Währing Nr. 159, Erbauer des Gasthauses zum Ganserlberg am Ganserlberg, † 30.11.1849. Verheiratet mit Maria Edelmayer.

1843 kaufte der wohlhabende Rudolph Edelmayer (auch Edelmeier, Edelmeyer genannt) an der Grenze zwischen Hernals und Währing auf einer Anhöhe, dem Geiselberg, später Ganserlberg genannt, einen Grund zur Errichtung seines Hauses. Er eröffnete dann ein stattliches Wirtshaus, dessen schöner Garten, von Kastanienbäumen beschattet, bis zur heutigen Blumengasse hinabging. Im Hofe des Wirtschaftsgebäudes befand sich ein umfangreicher Gänsestall. Im Fasching wurden im großen Saale des „Etablissements", gemütliche Bälle abgehalten, bei denen auch oft die Kapelle Morelly die Tanzmusik besorgte. Wie man den damaligen Zeitung entnehmen kann, erlangten die Gänsebraten lokale Berühmtheit.

Rudolph Edelmayer besaß gemeinsam mit Johann Gschwandner, Wirtschaftsbesitzer in Hernals, und seiner Frau, 15 Weingärten am Ganserlberg.

Wiener Zeitung vom 3.1.1850, Seite 27: Gläubiger nach Herrn Rudolph Edelmeyer aus Währing. Vor der Amtsverwaltung Michaelbeuern zu Währing, (Amtsort: Wien, Stadt, Schottenkanzlei) haben über Anlangen des aufgestellten Kinder-Curators, Hr. Dr. Ehrenstell alle Diejenigen, welche an die Verlassenschaft des am 30. November 1849 ohne Testament verstorbenen Herrn Rudolph Edelmeyer, Wirthes und Hausinhabers Nr. 159 zu Währing am sogenannten Ganselberge aus was immer für einem Rechtsgrunde eine Forderung zu stellen haben, ihre diesfälligen Ansprüche persönlich oder durch gehörige Bevollmächtigte, bei der auf den 12. Jänner 1850 Früh 10 Uhr hiermit angeordneten Tagsatzung mündlich, oder bis dahin schriftlich um so gewisser anzumelden, widrigens den Gläubigern an die Verlassenschaft, wenn sie durch Bezahlung der angemeldeten Forderungen erschöpft sein sollte, kein weiterer Anspruch zustände, als in so fern ihnen ein Pfandrecht gebührt. Wien am 18. December 1849.

Wiener Zeitung vom 8.2.1850, Seite 20: Licitation. Haus Nr. 159 zu Währing nächst Herrnals am Schloßberg (sogenannten Ganserlberg), und ein Achtl Ueberland-Weingarten zu Gersthof in Alseggen. Von der Amtsverwaltung Michaelbeuern, als Abhandlungsinstanz, wird hiermit bekannt gemacht: Es sei nach Ableben des Herrn Rudolph Edelmeyer, Wirthes zu Währing am sogenannten Ganserlberg nächst Herrnals, über Anlangen des Hrn. Dr. Ehrenstell, als Curator der m. Miterben und als Bevollmächtigter des großjährigen Erbinteressenten und der Witwe Maria Edelmayer, in die öffentliche Feilbiethung des seit einigen Jahren neu erbauten Hauses Nr. 159 zu Währing am sogenannten Ganserlberg nächst Herrnals, worauf die Wirthshausgerechtigkeit betrieben wird, sammt dabei befindlichen Garten, im Schätzungswerthe pr. 12,000 fl. CM., dann ein Achtl Weingarten in Alseggen zu Gersthof pr. 200 fl. CM. gewilligt, und zur Vornahme derselben der 28. Februar 1850 bestimmt worden. Kauflustige haben daher am obigen Tage, Früh 10 Uhr, im Hause Nr. 159 zu Währing zu erscheinen, und können die Licitationsbedingnisse in hiesiger Amtskanzlei (Stadt, Schottenkanzlei), eingesehen werden. Wien am 19. Jänner 1850.

Wiener Zeitung vom 8.5.1850, Seite 20: Licitation. 15 Weingärten zwischen Herrnals und Währing am Schloßberg (sogenannten Ganserlberg). Von der Amtsverwaltung Michaelbeuern zu Währing wird hiermit bekannt gemacht: Es werden wegen eingetretenen Tod des Herrn Rudolph Edelmayer zur dießfälligen Ausgleichung die seiner Verlassenschaft, dann der Witwe und den Johann Gschwandner'schen Eheleuten gemeinschaftlich gehörigen an der Währinger Herrnalserstraße am sogenannten Ganserlberg gelegenen Weingärten in 15 Abtheilungen von je 400 bis 900 Quadratklft. im öffentlichen Steigerungswege verkauft. Diese Weingärten sind erst seit 5 Jahren mit Rheinreben ausgesetzt, haben eine sehr schöne Lage, stehen im blühendsten Culturzustande und dürften sich als an der Straße gelegen theilweise zu Bauplätzen eignen. Kauflustige haben am 25. Mai d. J., Früh 10 Uhr im Edelmayer'schen Gasthause nächst Herrnals am sogenannten Ganserlberg, woselbst die Licitation abgehalten wird zu erscheinen und können die Bedingnisse so wie der Abtheilungsplan vorläufig in hiesiger Amtskanzlei (Stadt Nr. 136, Schottenkanzlei) eingesehen werden. Amtsverwaltung Michaelbeuern am 30. April 1850.

Die Grabstelle befindet (befand) sich am (derzeit unbekannt).

Quelle: Text: www.nikles.net, Bilder: Matricula Online, Pfarre Währing, Sterbebuch 03-05, 1832-1853, Seite 0239, -> Matricula Online, Wiener Zeitung vom 3.1.1850, Seite 27, Wiener Zeitung vom 8.2.1850, Seite 20, Wiener Zeitung vom 8.5.1850, Seite 20.



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