Person - Vinzenz Des Fours
Vinzenz Graf Des Fours Walderode zu Mont und Athienville (Vinzenz Desfours), Offizier, Geheimer Rat, Kämmerer und General der Kavallerie,
* 07.07.1778 in Sopron,
Ungarn, † 25.11.1857 oder 26.11.1857 in Wien,
Bestattungsdatum: 27.11.1857.
Eltern:
GR Franz Wenzel Joseph Des Fours Walderode zu Mont und Athienville, * 10.09.1739 in Zbehy, Slowakei, † 18.11.1809 in Sopron.
Maria Antonia Walderode de Eckhausen, * 1740, † 1776.
Wiener Zeitung vom 29.11.1857, Seite 5:
Am Freitag wurde der am 25. d. M.
im 79sten Lebensjahre verstorbene unangestellte G. d. K.
Vinzenz Graf Desfours zu Mont und Athienville, geheimer Rath und Kämmerer, mit den
seinem Range zukommenden Ehren zur Erde bestattet.
Zögling der Neustädter Militär-Akademie, war er
schon 1795 als Unterlieutenant in das bestandene
erste Karabinier- gegenwärtig dritte Kürassier-Regiment
getreten, war also der älteste der
lebenden Zöglinge jener Akademie und hatte im
Jahre 1796 das Treffen bei Kirchheim und die
Schlacht bei Würzbürg, ingleichen den Feldzug 1799
in Deutschland als Oderlieutenant mitgekämpft. Als
Se. k. Hoheit der Erzherzog Ferdinand d'Este im
Jahre 1800 das Kommando einer Brigade in Deutschland
erhalten hatte, wählte er Desfours zum Adjutanten,
der nun durch ein und fünfzig Jahre in ununterbrochener
Dienstleistung bei Sr. k. Hoheit blieb.
Beehrt mit dessem Vertrauen, lebte der Graf nur seiner
Pflicht und war des Prinzen unzertrennlicher Gefährte
in allen Gelegenheiten, von dem kühnen Reiterzug
aus Ulm nach Eger im Jahre 1805 — wo er von
Uebermacht verfolgt, trotz täglicher Gefechte mit der
kleinen Schaar von 1500 Reitern in 8 Tagen über
50 Deutsche Meilen zurücklegte — bis zu dem Zeitpunkte,
als der Erzherzog das Militär-Gouvernement in Galizien übernahm. (Mil. Ztg.)
Illustrirte Zeitung vom 5.12.1857, Seite 11:
Vincenz Graf des Fours, k. k. General der Kavalerie, Kämmerer,
gew. Obersthofmeister des verst. Erzberzogs Ferd. v. Este, zum großen
Hofstaat gehörig, ist am 26. Nov. in Wien mit Tode abgegangen.
Die Grabstelle befindet sich am
St. Marxer Friedhof (
Position 75).
Quelle: Text: www.nikles.net, Bilder: Wiener Zeitung vom 29.11.1857, Seite 5,
Illustrirte Zeitung vom 5.12.1857, Seite 11.