Das Carltheater war das 1847 eröffnete Nachfolgehaus des Leopoldstädter Theaters, eines Altwiener Vorstadttheaters in der Praterstraße 31 (damals Jägerzeile) der Leopoldstadt.
Geschichte: Nach längeren finanziellen
Schwierigkeiten wurde das Leopoldstädter Theater 1838 an den
Theaterdirektor Carl Carl verkauft. Parallel zu seinem
Theater an der Wien leitete es Carl bis 1845 selbst.
Im Jahre 1847 wurde das Gebäude teilweise abgerissen und
nach Plänen der Architekten August Sicard von Sicardsburg
und Eduard van der Nüll, den späteren Erbauern der
Wiener Staatsoper,
wieder aufgebaut.
Eröffnet wurde das Theater dann unter seinem neuen Namen
Carltheater. Hier erlebten viele Stücke des Alt-Wiener
Volkstheaters von Johann Nepomuk Nestroy ihre Uraufführung.
In den Jahren 1854 bis 1860 war Nestroy Direktor des
Theaters. Auch in den Folgejahren schrieben bekannte Wiener
Bühnendichter Stücke für das Carltheater und führten seinen
Ruf als beliebtes Haus des Wiener Volksstückes und der
Operette fort.
Nach einem häufigen Wechsel der Direktoren geriet das
Theater wieder in finanzielle Schwierigkeiten. Im Jahre 1929
wurde es endgültig geschlossen.
Bei einem Bombenangriff 1944 wurde der Zuschauerraum des
Theaters fast völlig zerstört. Die künstlerisch wertvolle
Fassade wirkte allerdings selbst nach dem Krieg noch
erstaunlich intakt. 1951 wurde sie ebenso wie das im Krieg
unbeschädigt gebliebene Nachbargebäude abgerissen und nicht
mehr aufgebaut. Heute steht an dieser Stelle das
Galaxy-Hochhaus. Bis vor wenigen Jahren erinnerte eine
Gedenktafel an der Praterstraße an die traditionsreiche
Theaterstätte. Heute fehlt auch diese.
Quelle: Dieser Text basiert auf dem Artikel Carltheater aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 4.0 (Text erweitert). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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