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Die Bundeshauptstadt

Person - Ignaz Joseph Wertheim

Ignaz Joseph Wertheim, akad. Kupferstecher und Mitglied der Akademie der bildenden Künste, * 1772, † 13.04.1829, Stadt Nr. 526 (Lugeck Nr. 526).

Künstlerisches Schaffen: Ignaz Joseph Wertheim war vor allem für seine Gravuren bekannt, die oft nach Vorlagen bedeutender Maler, wie Domenico Fetti oder Giorgio Barbarelli da Castelfranco, entstanden sind. Ein Beispiel für seine Arbeit ist der Kupferstich Moses am Dornbusch nach Domenico Fetti aus dem Jahr 1795, sowie der Kupferstich Tableau de l'ancienne constitution française nach Giorgio Barbarelli da Castelfranco aus dem Jahr 1793, die sich heute in der Sammlung des British Museum befinden.

Werke (unvollständig):
„Moses am Dornbusch", „Moses beim feurigen Busche“, auch „Moses im brennenden Busche", nach Domenico Fetti’s in der Belvederegalerie befindliches Bild, bezeichnet Weisbrod et I. Wertheim sc., 1795
„Tableau de l’ancienne constitution française, Giorgione Barbarelli pinx. 1511" (Giorgio Barbarelli da Castelfranco), Zwei Putten, die ein Buch halten, das auf der Seite aufgeschlagen ist, auf der das Porträt eines Königs zu sehen ist; nach Giorgione. 1793 Radierung, in Braun gedruckt; Wertheim sc. 1793

Wiener Zeitung vom 17.4.1829, Seite 4: Hr. Ignaz Joseph Wertheim, akademischer Kupferstecher und Mitglied der Akademie der bildenden Künste, dann Hauptmann bey dem akademischen Corps, alt 57 Jahr, am Lugeck Nr. 526, am Schleimschlag.

Wiener Zeitung vom 9.6.1829, Seite 11: Convoc. Wertheim's Erben und Gläubiger. Vor dem Magistrate der k. k. Haupt- und Residenzstadt Wien haben alle jene, welche an die Verlassenschaft des am 13. April d. J. in der Stadt Nr. 526 ohne Testament verstorbenen Ignaz Joseph Wertheim, akademischen Kupferstechers, entweder als Erben, oder als Gläubiger, und überhaupt aus was immer für einem Rechtsgrunde einen Anspruch zu machen gedenken, zur Anmeldung desselben den 26. Junius d. J. Vormittags um 10 Uhr persönlich, oder durch einen Bevollmächtigten zu erscheinen; widrigens nach Verlauf dieser Zeit die Abhandlung und Einantwortung derselben Verlassenschaft an denjenigen, welcher sich hierzu rechtlich wird ausgewiesen haben, ohne weiters erfolgen wird. Wien den 7. May 1929.

Allgemeines Künstlerlexikon, Johann Rudolf Füssli, Zürich, 1779-1824, Zentralbibliothek Zürich, Seite 98: Wertheim (I.) So heißt bey Füßli I. wahrscheinlich durch groben Druckfehler, ein uns sonst ganz unbekannter Künstler, der ein Gemäld aus der K. K. Galerie zu Wien: Moses im brennenden Busche nach D. Feti, wie es scheint ziemlich dürftig gestochen. Bey Winkler wird ein solches Blatt, wohl richtig, von Prenner angezeigt.

Die Grabstelle befindet sich am St. Marxer Friedhof (Position 58).

Quelle: Text: www.nikles.net, Bilder: Wiener Zeitung vom 17.4.1829, Seite 4, Matricula Online, Pfarre Dom- und Metropolitanpfarre St. Stephan, Sterbebuch 03-41b, 1824-1830, Seite 0163 -> Matricula Online, Wiener Zeitung vom 9.6.1829, Seite 11, Biographisches Lexikon des Kaisertums Österreich, 55. Teil, 1887, Allgemeines Künstlerlexikon, Johann Rudolf Füssli, Zürich, 1779-1824, Zentralbibliothek Zürich, Seite 98, British Museum unter der Lizenz CC BY-NC-SA 4.0.



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