Person - Johann Hoffmann
Johann Hoffmann (* 22. März 1803 in Wien; † 13. September 1865 ebenda) war ein österreichischer Sänger (Tenor) und Theaterleiter.
Leben: Als Sohn eines Beamten trat er 1820 als Kanzleipraktikant in den Dienst des Wiener Magistrats.
Daneben nahm er jedoch auch Gesangsunterricht bei dem Bruder der berühmten Tänzerin
Fanny Elßler.
1826 debütierte er in der Titelrolle der Oper „Der Klausner am wüsten Berge“ am
Kärntnertortheater.
Hier verkörperte er große Tenorpartien wie den Titus, Othello, Fra Diavolo und Oberon.
Als Sänger durchlief er folgende Engagements: Aachen (1829), Berlin (1829), St. Petersburg (1835) und Riga (1838).
Von 1840 bis 1844 übernahm er die Direktion des dortigen Theaters.
Von 1846 bis 1852 war er Leiter des Ständetheaters in Prag und von 1852 bis 1855 des Nationaltheaters in Frankfurt am Main.
1855 ersteigerte er für 126000 Gulden das
Theater in der Josefstadt, das er bis 1865 leitete.
Außerdem ließ er durch die berühmten Theaterarchitekten Ferdinand Fellner und Hermann Helmer das Thalia-Theater erbauen, das 1856 eröffnet wurde.
Hier fand 1856 die Erstaufführung von Richard Wagners „Tannhäuser“ statt.
Nach schweren finanziellen Verlusten schloss Hoffmann am 10. Mai 1865 das
Theater in der Josefstadt.
Während der letzten Monate vor seinem Tode spielte er noch in Volksstücken im Thalia-Theater.
Die Grabstelle befindet sich am
St. Marxer Friedhof (Gruppe 5).
Quelle: Dieser Text basiert auf dem Artikel
Johann_Hoffmann_(Theaterdirektor) aus der freien Enzyklopädie
Wikipedia und steht unter der Lizenz
Creative Commons CC-BY-SA 4.0 (Text erweitert). In der Wikipedia ist eine
Liste der Autoren verfügbar.
Erweitert um die Grabstelle.
Bilder: gemeinfrei, www.nikles.net und Wiener Zeitung vom 17.9.1865, Seite 10.