Person - Josef Frueth
Josef Frueth (auch Joseph Fruëth), Bürger und Hausinhaber, Mitglied des Äußeren Rats (1802-1804)
und Ortsrichter von
Erdberg,
Besitzer der goldenen Civil-Ehren-Medaille mit Oehr und Band, * 1745, † 21.03.1835.
Er war Besitzer des Hauses "Zur Unmöglichkeit" in der Erdbergstraße 34,
zuletzt wohnhaft 3.,
Erdberg Nr. 21.
Im
Bezirksmuseum Landstraße befindet sich ein Porträt von Josef Frueth,
erschaffen von Schaeffler.
Ehrungen:
Besitzer der goldenen Civil-Ehren-Medaille mit Oehr und Band.
Fruethstraße (Fruëthstraße): Straßenbenennnug im Jahr 1904 nach dem Grundrichter Josef Frueth. Die Straße wurde beim Bau der im Juli 1901 eröffneten Straßenbahnremise Erdberg, des heutigen Verkehrsmuseums Remise, neu angelegt.
Wiener Zeitung vom 26.3.1835, Seite 4:
Hr. Joseph Frueth, des äußern Raths Mitglied,
Grundrichter der Gemeinde
Erdberg, Bürger und Hausinhaber,
dann Besitzer der goldenen Civil-Ehren-Medaille mit Oehr und Band, alt 90 Jahr,
zu
Erdberg Nr. 21, an der Brustwassersucht.
Wiener Zeitung vom 19.5.1835, Seite 12:
Joseph Frueth's Erben und Gläubiger.
Vor dem Magistrate der k. k. Haupt- und Residenzstadt
Wien haben alle jene, welche an die Verlassenschaft
des am 21. März 1835 in
Erdberg Nr. 21 mit Testament
verstorbenen Herrn Joseph Frueth, des äußern Raths,
Grundrichters der Gemeinde
Erdberg, Bürgers und
Hausinhabers, dann Inhabers der goldenen Civil-Ehren-Medaille,
entweder als Erben, oder als Gläubiger,
und überhaupt aus was immer für einem Rechtsgrunde
einen Anspruch zu machen gedenken, zur Anmeldung
desselben den 2. Junius 1835 Vormittags um 11 Uhr
persönlich, oder durch einen Bevollmächtigten zu erscheinen;
widrigens nach Verlauf dieser Zeit die Abhandlung
und Einantwortung derselben Verlassenschaft an
denjenigen, welcher sich hierzu rechtlich wird ausgewiesen
haben, ohne weiters erfolgen wird. Wien den 15. April 1835.
Neue Freie Presse vom 25.5.1904, Seite 7:
Neue Gassenbezeichnungen. Der Stadtrat hat
drei durch die Erbauung des städtiichen Betriebsbahnhofes in
Erdberg entstandene Straßenzüge wie folgt benannt: Die Straße,
welche die Erdbergstraße in der Richtung gegen die
Kaiser Josefsbrücke mit der Schlachthausgasse verbindet, nach Josef
Frueth, der 1810 bis 1835 Grundrichter in
Erdberg war,
mit »Fruethstraße«; ...
Wiener Geschichtsblätter 1966, Nr. 2, Seite 8:
Durch viele
Jahre stand Josef Frueth, Richter in Erdberg, als Besitzer des Hauses "Zur Unmöglichkeit",
Erdbergstraße Nr.34 an der Gewähr. Frueth starb hier, 90 Jahre alt, am 21.
März 1835 an der Brustwassersucht. Sein Grabmal im
St. Marxer Friedhof ist noch
erhalten. Im
Landstraßer Heimatmuseum ist sein lebensgroßes Porträt zu sehen und
auch eine Gasse des
3. Bezirkes hält in ihrem Namen die Erinnerungen an Frueth fest.
Er hat schwere Zeiten erlebt. 1809 hatte
Erdberg bedeutende Einquartierungskosten
wegen der französischen Truppen. 1831/32 forderte die Choleraepidemie zahlreiche
Opfer. Im September 1831 starben elf, im Oktober achtunddreißig, im November zehn,
im Juni 1832 drei, im Juli fünf, im August zwölf Personen.
Die Grabstelle befindet sich am
St. Marxer Friedhof (
Position 67a).
Quelle: Text: www.nikles.net, Bilder: Wiener Zeitung vom 26.3.1835, Seite 4,
Wiener Zeitung vom 19.5.1835, Seite 12,
Neue Freie Presse vom 25.5.1904, Seite 7,
Wiener Geschichtsblätter 1966, Nr. 2, Seite 8.