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Die Bundeshauptstadt

Person - Karoline Benko

Karoline Benko (auch Carolina Benko, Caroline von Benko), Malerin, bürgerl. Kaffeehaus-Inhaberstochter, * 27.11.1800, † 16.08.1828, zuletzt wohnhaft: 1., Brandstatt Nr. 623.

Laut Hans Pemmer befindet sich in der Erdberger Kirche ein Madonnenbild der Malerin Karoline Benko, was auch teilweise von der Wiener Theater-Zeitung (Bäuerles Theaterzeitung) vom 1.11.1828, Seite 1, bestätigt wird.

Karoline Benko ist im Gräberprotokoll des St. Marxer Friedhofes als "bgl. Kaffeehaus-Inhaberstochter" eingetragen. Der Vater, Mathias Benko, † 1840, war der Besitzer des Kaffeehauses "Brandstätte Nr. 624" und des ersten Kaffeehauses ("Erstes Kaffeehaus") im Prater.

Wiener Zeitung vom 21.8.1828, Seite 3: Dem Herrn Mathias Benko, bürgerl. Kaffehhaus-Inhaber, f. T. Carolina, alt 27 Jahr, auf der Brandstatt Nr. 623, am gallichten Nervenfieber.

Wiener Theater-Zeitung (Bäuerles Theaterzeitung) vom 1.11.1828, Seite 1:
Ein Blümchen auf das Grab der früh verblichenen Caroline v. Benko.

Die Lieblingsschwester von der Brust der Musen,
Das Engelherz vom warmen Menschen Busen,
Hast du, o Tod, verwundend weggeraubt,
Der Hoffnung schönsten BIüthenbaum entlaubt!

Zum Bräutigam, zu Davids *) Sternenzelt,
Trug Lina Dich, der Fillig Deiner Lieder.
Madonna **) stieg in Deine Brust hernieder
Als Königinn der eignen stillen Welt.

Ein Bild wob sich aus wohlgeahnten Zähren,
Und wuchs, die Brust zu sprengen, zu zerstören,
Des Busens Saitenspiel, nun ist's zersprungen,
Des Lebens schöner Ton ist hier — verklungen.

Die Herzen — ja sie mußten — ach! sich trennen
Dein Geist — lebt noch um uns in Farben, Tönen.
Nimm meines Herzens Töne mit hinab.
Des Herzens Klänge klingen bis in's Grab.

J. Jul. Wagner.

*) Ein Heldengedicht, "David" benannt, von ihr gedichtet.
**) Ein Madonnenbild, von ihr für eine Kirche [Erdberger Kirche] gemahlt.

Die Grabstelle befindet sich am St. Marxer Friedhof (Position 60).

Quelle: Text: www.nikles.net, Geburtsdatum aus dem Lexikon der Künstlerinnen 1700-1900 Deutschland, Österreich, Schweiz von Jochen Schmidt-Liebich, Bilder: Wiener Zeitung vom 21.8.1828, Seite 3, Wiener Theater-Zeitung (Bäuerles Theaterzeitung) vom 1.11.1828, Seite 1.



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