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Die Bundeshauptstadt

Person - Franz Mumb

Franz Mumb (Franz Seraphikus Joseph Mumb), Gasthofbesitzer "Zum goldenen Brunnen" in der Taborstraße und Hausinhaber, † 21.12.1857 oder † 30.12.1857, Leopoldstadt Nr. 327. Verheiratet mit Maria Rosalia Mumb, geb. Seitz, * 1807, † 21.06.1860.

Sohn von:
Joseph Mumb * 06.02.1773, † 28.09.1836.
Franziska Mumb, geb. Rupprecht, * 1774, † 27.09.1810, 36 Jahre.

Kinder:
Josef Johann Mumb, kaiserlicher Rat, Besitzer des goldenen Verdienstkreuzes mit der Krone, verh. mit Klara Johanna Sausele * 1829, † 1888 und Mathilde Mumb, geb. Shubert, * 1864, nach 1908, * 23.12.1833 in der Leopoldstadt, † 10.08.1907 in der Leopoldstadt.

Enkelkind:
Josef Franz Mumb, * 05.01.1869 in Wien, † 20.06.1920, verheiratet mit Anna Josefa Mumb, geb. Fleischer. Sie hatten 2 Kinder.

Zum Goldenen Brunnen: Das Einkehrgasthof "Zum Goldenen Brunnen" mit weitem Hof, in der Taborstraße 20, war eines der ältesten Einkehrhäuser (schon vor dem Jahr 1700). Es gehörte fast 200 Jahre der alten Leopoldstädter Familie Mumb. Der im Jahr 1909 errichtete Neubau hat das Hausschild übernommen.

Sage "Gold aus dem Brunnen": Über die Entstehung der Hausbenennung berichtet die Sage: Das einst blühende Einkehrwirtshaus war durch Kriegsnot und Seuchen ganz herab gekommen und die Besitzer litten bitterste Not. Da ging die Wirtin in die Stephanskirche und betete dort zum Gnadenbild der Mutter Gottes um Hilfe. Langsam neigte sich das Gnadenbild zur Beterin herab und deutlich hörte sie die Worte, „Gehe heim und schöpfe aus dem Brunnen, der im Hof steht, Wasser für deine Pferde. Schöpfe aber nicht mehr, als die Tiere brauchen. Du wirst am Grunde eines jeden Eimers ein Goldstück finden." Hocherfreut eilte die Wirtin heim und tat, wie ihr geheißen worden war. Die Goldstücke, die sie täglich im Eimer fand, stellten bald die alte Wohlhabenheit des Hauses wieder her. Der Einkehrgasthof, der sich wieder eines starken Zuspruches erfreute, erhielt im Volksmunde den Namen „Zum Goldenen Brunnen". Aber der Wirt wurde bald übermütig und die Goldstücke, die er täglich im Eimer fand, genügten ihm nicht mehr. Heimlich stand er eines nachts auf und schöpfte Eimer um Eimer voll bis zum Morgen. Aber er fand kein einziges Goldstück mehr (Quelle: Heimatbuch der Leopoldstadt 1937).

Wiener Zeitung vom 5.1.1858, Seite 8: den 30. Dezember. Herr Mumb Franz, Haus- und Gasthofbesitzer, alt 57 J., Leopoldstadt Nr. 327, an der allgemeinen Lähmung.

Wiener Zeitung vom 10.3.1858, Seite 26: Mumb'schen Verlassenschaftsgläubiger. Von dem k. k. Landesgerichte Wien werden Diejenigen, welche als Gläubiger an die Verlassenschaft des am 21. Dezember 1867 ohne Testament verstorbenen Herrn Franz Mumb, Haus- und Gasthofbesitzers, eine Forderung zu stellen haben, aufgefordert, bei diesem Gerichte zur Anmeldung und Darthuung ihrer Ansprüche den 29. April 1858 Vormittags 11 Uhr zu erscheinen, oder bis dahin ihr Anmeldungsgesuch schriftlich zu überreichen; widrigens denselben an diese Verlassenschaft, wenn sie durch die Bezahlung der angemeldeten Forderungen erschöpft würde, kein weiterer Anspruch zustände, als insoferne ihnen ein Pfandrecht gebührt. Wien den 26. Februar 1858.

Wiener Zeitung vom 24.6.1860, Seite 10: Mumb Rosalia, Hausinhabers-Witwe, 53 J., Leopoldstadt 327, Herzbeutelwassersucht.

Wiener Zeitung vom 6.10.1810, Seite 11: Dem Hrn. Jos. Mumb, bürgl. Weinwirth, f. Frau Franziska, alt 36 J. in d. Leopoldstadt N. 287.

Die Grabstelle befindet sich am St. Marxer Friedhof (Position 65).

Quelle: Text: www.nikles.net, Heimatbuch der Leopoldstadt 1937, Bilder: www.nikles.net, Wiener Zeitung vom 5.1.1858, Seite 8, Wiener Zeitung vom 10.3.1858, Seite 26, Wiener Zeitung vom 24.6.1860, Seite 10, Wiener Zeitung vom 6.10.1810, Seite 11.



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