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Die Bundeshauptstadt

Person - Joseph Mumb

Joseph Mumb, Gasthofbesitzer "Zum goldenen Brunnen" in der Taborstraße und Hausinhaber, * 06.02.1773, † 28.09.1836, Leopoldstadt Nr. 327. Verheiratet mit Franziska Mumb, geb. Rupprecht, * 1774, † 27.09.1810, 36 Jahre.

Sohn von:
Joseph Mumb, * 1728, † 1783.
Maria Anna Mumb, geb. Zillbauer, * 1732, † 1805.

Kinder:
Franz Seraphikus Joseph Mumb, * 1801, † 1857.

Zum Goldenen Brunnen: Das Einkehrgasthof "Zum Goldenen Brunnen" mit weitem Hof, in der Taborstraße 20, war eines der ältesten Einkehrhäuser (schon vor dem Jahr 1700). Es gehörte fast 200 Jahre der alten Leopoldstädter Familie Mumb. Der im Jahr 1909 errichtete Neubau hat das Hausschild übernommen.

Sage "Gold aus dem Brunnen": Über die Entstehung der Hausbenennung berichtet die Sage: Das einst blühende Einkehrwirtshaus war durch Kriegsnot und Seuchen ganz herab gekommen und die Besitzer litten bitterste Not. Da ging die Wirtin in die Stephanskirche und betete dort zum Gnadenbild der Mutter Gottes um Hilfe. Langsam neigte sich das Gnadenbild zur Beterin herab und deutlich hörte sie die Worte, „Gehe heim und schöpfe aus dem Brunnen, der im Hof steht, Wasser für deine Pferde. Schöpfe aber nicht mehr, als die Tiere brauchen. Du wirst am Grunde eines jeden Eimers ein Goldstück finden.“ Hocherfreut eilte die Wirtin heim und tat, wie ihr geheißen worden war. Die Goldstücke, die sie täglich im Eimer fand, stellten bald die alte Wohlhabenheit des Hauses wieder her. Der Einkehrgasthof, der sich wieder eines starken Zuspruches erfreute, erhielt im Volksmunde den Namen „Zum Goldenen Brunnen“. Aber der Wirt wurde bald übermütig und die Goldstücke, die er täglich im Eimer fand, genügten ihm nicht mehr. Heimlich stand er eines nachts auf und schöpfte Eimer um Eimer voll bis zum Morgen. Aber er fand kein einziges Goldstück mehr (Quelle: Heimatbuch der Leopoldstadt 1937).

Wiener Zeitung vom 28.10.1826, Seite 13: Brünner-Lohnkutschers-Einkehr-Veränderung. Anton Wallisch, befugter Lohnkutscher aus Brünn, gibt dem verehrten Publicum hiermit zur Nachricht, daß er vom 15 October angefangen nicht mehr beym goldenen Löwen, sondern in dem Gasthause zum goldenen Brunnen in der Leopoldstadt Nr. 327 einkehren werde, allwo man Gelegenheit nach Brün und den umliegenden Gegenden immer haben kann.

Wiener Zeitung vom 1.10.1836, Seite 4: Hr. Joseph Mumb, gew. bürgerl. Gastgeber und Hausinhaber, alt 65 Jahr, in der Leopoldstadt Nr. 327, an der Gehirnlähmung.

Die Grabstelle befindet sich am St. Marxer Friedhof (Position 65).

Quelle: Text: www.nikles.net, Heimatbuch der Leopoldstadt 1937, Bilder: www.nikles.net, Wiener Zeitung vom 28.10.1826, Seite 13, Wiener Zeitung vom 1.10.1836, Seite 4, Wiener Zeitung vom 6.10.1810, Seite 11, Wiener Zeitung vom 5.1.1858, Seite 8.



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