Person - Leopold Grund
Leopold Grund, k.k. privil. Buchdrucker, Buchhändler am
Stephansplatz im Zwettelhof (Zwettlerhof) 868,
Besitzer der Grund'schen Buchdruckerei,
* 1782, † 15.1.1822; zuletzt wohnhaft: 3.,
Landstraße Nr. 333.
Verheiratet mit Johanna Grund, geb. Kaufmann, Fleischhauerstochter aus Göllersdorf/NÖ., verh. Gorischek; † 27.11.1858,
Buchdruckerin und Verlegerin. Die Ehe blieb kinderlos.
Die Witwe Johanna Grund heiratete am 17.02.1827 den Arzt Josef Gorischek.
Leopold Grund übernahm im Jahr 1807 die Grund'sche Buchdruckerei von seiner Stiefmutter Theresia Grund, geb. Groß; † 03.04.1811 in Wien.
Sein Vater Ignaz Grund, * 1744, † 02.09.1805 in Wien, erhielt im Jahr 1783 die Buchdruckereibefugnis
und eröffnete dann eine Verlagsbuchhandlung sowie eine Buchbinderei.
Im Zwettelhof (Zwettlerhof) am
Stephansplatz befand sich der Buchhandel,
auf der Landstraße 333 befand sich die Druckerei, diese war zu dieser Zeit die zweitgrößte private Druckerei der Stadt Wien.
Zum Verlagsprogramm gehörten Schulbücher in verschiedenen Sprachen,
Zeitungen und Zeitschriften sowie Bücher für die Jugend und religiösen Inhalts (Gebete).
Franz Grund: Leopolds Bruder, Franz Grund, * 1767 in Wien; † 30.04.1816 in Wien, betrieb ebenfalls eine Buchdruckerei, die meisten der erschienenen Werke waren
nur mit Grund gekennzeichnet; eine Unterscheidung war oft nicht möglich.
Zwettlerhof: Der Zwettlerhof, in dem sich die Buchhandlung des Johann Grund befand,
war ein historisches Gebäude am
Wiener Stephansplatz,
ursprünglich im Besitz des Stifts Zwettl, der im 19. Jahrhundert durch einen Neubau ersetzt wurde
und dessen Standort heute Teil des belebten Platzes rund um den
Stephansdom ist,
wo sich moderne Gebäude wie das
Haas-Haus
und die
U-Bahn-Station befinden.
Wiener Zeitung vom 19.1.1822, Seite 4:
Hr. Leopold Grund, k.k. privil. Buchdrucker, alt 39 J. auf der
Landstraße Nr. 333, an Lungengeschwüren.
Die Grabstelle befindet sich am
St. Marxer Friedhof (
Position 38a).
Quelle: Text: www.nikles.net, Bilder: Wiener Zeitung vom 20.1.1815, Seite 6, Wiener Zeitung vom 19.1.1822, Seite 4.