Person - Rudolf Franz Eichhorn
Rudolf Franz Eichhorn, CRSA (* 29.11.1853 in Kleinpoppen; † 07.02.1925 in Wien, Bestattungsdatum: 10.02.1925)
war österreichischer Pfarrer und
Reichsratsabgeordneter.
Ehrenbürger der Gemeinde Echsenbach mit 22.11.1888.
Leben: Der Bauernsohn besuchte das Akademische Gymnasium in Wien und das Staatsgymnasium in Krems an der Donau.
Eichhorn wurde Ordenspriester der Augustiner-Chorherren des Stiftes Klosterneuburg.
Nach seiner Priesterweihe 1879 wirkte als Kooperator in
Heiligenstadt
und
Floridsdorf.
1883 und 1888 veröffentlichte er die Ergebnisse seiner Rundfragen an Pfarrer in Fabriksorten.
Ab 1887 wirkte Eichhorn als Pfarrverweser in der Patronatskirche
St.-Jakob-Kirche
im Arbeiterbezirk
Floridsdorf,
1889 Pfarrer in Höflein an der Donau in Klosterneuburg, ab 1895 in
Nussdorf,
wo er fast 30 Jahre wirkte.
Zuletzt lebte er im
Jedleseer Herrschaftshaus, wo er auch starb.
Er wurde am
Jedleseer Friedhof bestattet.
Eichhorn war von 1888 bis 1890
Reichsratsabgeordneter
und gehörte dem Kreis um
Karl Freiherr von Vogelsang an.
Publikationen:
Die weißen Sklaven der Wiener Tramway-Gesellschaft. Wien 1885.
Über die Sklavennot der Fabriksarbeiterschaft von Floridsdorf und Umgebung. Wien 1886.
mit Rudolf Kuppe: Pfarrer Eichhorn zur Arbeiterfrage. Eine Auslese aus seinen Schriften. Typhographische Anstalt, Wien 1927.
Der göttliche Liebesplan. Verlag der Christlichen Gefangenenhilfe, Celle 1928.
Volksblatt für Stadt und Land vom 24.1.1889, Seite 2:
[Ehrenbürger.] Mit Gemeindebeschluß der Ortsgemeinde
Echsenbach [
Niederösterreich] vom 22. November 1888 wurde der
Reichsrathsabgeordnete und hochw. Herr Pfarrer Rudolph
Eichhorn einstimmig wegen seiner Verdienste um diese
Gemeinde zum Ehrenbürger ernannt. Die obgenannte
Gemeinde hegt den sehnlichsten Wunsch, daß sich ihr nunmehriger
Ehrenmitbürger um die Schule resp. um die
Wiedereinführung der confessionellen Schule nach Kräften
annehmen werde.
Reichspost vom 9.2.1925, Seite 7:
Pfarrer Eichhorn †. Samstag, den 7. d., starb im
Schloß Jedlesee der Senior des Chorherrenstiftes
Klosterneuburg, Pfarrer Rudolf Eichhorn, im
82. Lebensjahre. Das Begräbnis findet Dienstag, den
10. d., 10 Uhr vormittags, von der Pfarre Jedlesee aus
statt. — Mit Pfarrer Eichhorn sinkt ein Veteran der christlichsozialen
Volksbewegung und eifriger Vorkämpfer
für den christlichen Sozialismus ins Grab. Als Pfarrer
in
Nußdorf, wo er jahrzehntelang wirkte, entfaltete er
sowohl auf praktisch-karitativem Gebiet wie durch seine
sozialen Schriften eine bedeutsame Tätigkeit. Aufsehen
erregte sein Kampf für die Straßenbahner, die vor der
Kommunalisierung der Straßenbahn durch
Lueger in
schwerem Ringen um das Nötigste standen. Einer, der
Theorie und Praxis harmonisch auszugleichen verstand,
ist nach langem Leben hingegangen; er war einer der
Besten. Have pia anima!
Die Grabstelle (auf Friedhofsdauer) befindet sich am
Jedleseer Friedhof (Gruppe: 6, Reihe: 6, Nummer: 9).
Quelle: Dieser Text basiert auf dem Artikel
Rudolf_Eichhorn_(Politiker,_1853) aus der freien Enzyklopädie
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Bilder: Volksblatt für Stadt und Land vom 24.1.1889,
Reichspost vom 9.2.1925, Seite 7,
Seite 2, Anton-kurt, gemeinfrei.