Geschichte: Vor 1200 wurde in St. Niklas, ein
Vorstadtort (extra muros Viennae) an der Stubentorbrücke ein
Zisterzienserinnenkloster gegründet, das Kloster St. Nicolas
am Stubentor. Die Nonnen wurden auch als Nicolaerinnen
bezeichnet. Das Kloster wurde 1529 durch die Türken
zerstört, der Grund ging 1540 in das Eigentum der Stadt
Wien.
Bereits seit Anfang des 15. Jahrhunderts befand sich an der
Stelle der heutigen Stubenbrücke eine Brücke über der
Wienfluss, über die man
vom Stubentor der damaligen Wiener Stadtbefestigung zur
Vorstadt Landstraße bzw. über die Ungargasse in Richtung
Ungarn gelangen konnte. Diese Brücke wurde im Laufe der
Jahrhunderte mehrmals umgebaut oder neu errichtet.
Als Ende des 19. Jahrhunderts der
Wienfluss im Wiener Raum
reguliert wurde, entstanden im Zuge dessen zahlreiche neue
Brücken. Die Architekten Friedrich Ohmann und Josef
Hackhofer, die später auch die Wienflussverbauung im
Stadtpark gestalteten,
entwarfen die Brückenneubauten zwischen
Stadtpark und der
Einmündung des Wienflusses
in den Donaukanal, wo
von 1899 bis 1900 die
Radetzkybrücke,
Kleine
Marxerbrücke, der
Zollamtssteg sowie anstelle der steinernen
Stubentorbrücke die Stubenbrücke errichtet wurden. Die
Eisenkonstruktion des Fachwerkträgers der Stubenbrücke wurde
von Ignaz Gridl gefertigt.
Seither wurde die Brücke mehrmals renoviert und umgebaut,
beispielsweise nach dem Zweiten Weltkrieg und 1959. Im
Bereich der Stubenbrücke unterquert seit 1991 die
U-Bahnlinie U3 den Wienfluss.
Im Jahr 2001 wurden anlässlich der im benachbarten Museum
für angewandte Kunst stattfindenden Ausstellung „Franz West:
Gnadenlos“ vier von Franz West gestaltete „Lemurenköpfe“ auf
den Pylonen der Stubenbrücke angebracht. Diese aus Aluminium
und weißer Lackfarbe gefertigten Skulpturen sollten
ursprünglich nur für die Dauer der Ausstellung die Brücke
zieren, wurden jedoch dem MAK als Dauerleihgabe zur
Verfügung gestellt und sind seither eine permanente
Kunstinstallation auf der Stubenbrücke.
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Letzte Aktualisierung der Seite: Montag, 17. Februar
2025
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