Kőszegfalva
Kőszegfalva (bis 1896 Svábfalu, deutsch Schwabendorf) ist ein Ortsteil von Kőszeg (Güns) in Ungarn.
Das Dorf liegt etwa 5 km hinter der österreichisch-ungarischen Grenze.
Geschichte: Schwabendorf wurde 1712 auf Betreiben der Stadt Güns gegründet. Das Dorf selbst blieb von Anfang an stets im Besitz der Stadt Güns. Ziel war es die durch Krieg und Pest dezimierte Bevölkerung der Umgebung zu erhöhen. Dazu wurden Schwaben aus Kimratshofen in Bayern angesiedelt. Die ersten Siedler kamen 1713 an. 1760 lebten im Ort bereits 24 Familien. Aufgrund der sprachlichen Unterschiede zum bairisch-österreichischen Dialekt der Bevölkerung der Stadt Güns und den ungarischen Dörfern des Umlands, blieb das Dorf sprachlich abgesondert.
Schwabendorf erhielt 1752 eine eigene Kapelle, welche 1850 abgerissen wurde und durch die noch heute bestehende, dem heiligen Leonhard geweihte, Kirche ersetzt wurde.
Ab Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Bevölkerung des Dorfes, ähnlich wie auch die der Stadt Güns, zunehmend magyarisiert. Beide Orte verloren etwa um die Jahrhundertwende ihre deutschsprachige Mehrheit.
1896 wurde Schwabendorf aufgrund der sich verstärkenden Magyarisierungspolitik in Kőszegfalva (Günsdorf) umbenannt. 1938 erhielt der Ort eine eigene Bahnhaltestelle. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden etwa 90 Angehörige der deutschsprachigen Minderheit vertrieben.
Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Denkmal der Heimatvertriebenen: Das Denkmal der Heimatvertriebenen (Kitelepítettek emlékműve) befindet sich in einem kleinen Park vor dem Friedhof, an der Kőszegfalvi utca, in Kőszegfalva und wurde 2002 errichtet. Die Inschrift lautet: "Kőszeg és Kőszegfalva lakói kegyelettel őrzik azok emlékét, akiket 1946-ban kitelepítettek Németországba." (deutsch: „Die Einwohner von Kőszeg und Kőszegfalva bewahren in Ehrfurcht das Andenken an diejenigen, die 1946 nach Deutschland umgesiedelt wurden). Die überwiegende Mehrheit der Einwohner von Kőszegfalva war vor dem Zweiten Weltkrieg deutschsprachig. 91 Menschen davon wurden nach Deutschland umgesiedelt.
Gedenkstein Rábai Gábor: Der Gedenkstein für Rábai Gábor befindet sich an der Kőszegfalvi utca in Kőszegfalva. Gábor Rábai (1964–2004) war Vorsitzender des Sportvereins Kőszegfalvi Sportkör. Im Jahr 2005 errichtete der Verein zu seinen Ehren einen Gedenkstein, auf dem ein von Endre András Tornay geschaffenes Relief angebracht wurde.
Kirche Heiliger Leonhard: Die Kirche aus der Mitte des 19. Jahrhunderts befindet sich in der Ortsmitte von Kőszegfalva.
Kriegerdenkmal: Das Soldatendenkmal (Kőszegfalvi hősi emlékmű) befindet sich an der Kőszegfalvi utca in Kőszegfalva und wurde 1989 errichtet. Es beinhaltet nur die Namen der Opfer aus dem 2. Weltkrieg. Die Namen vom 1. Weltkrieg sind auf der Gedenktafel in Kőszeg zu sehen.
Pietá: Die Pietá befindet sich an der Kőszegfalvi u. 92 in Kőszegfalva und wurde 1966 erbaut. Die deutsche Inschrift lautet "O ihr Alle die ihr am Wege vorübergeht, ... ob ein ...". Der Rest ist nicht mehr lesbar.
Quelle: Text: Wikipedia (erweitert um Sehenswürdigkeiten), Bilder: Pan Peter, gemeinfrei.
Geschichte: Schwabendorf wurde 1712 auf Betreiben der Stadt Güns gegründet. Das Dorf selbst blieb von Anfang an stets im Besitz der Stadt Güns. Ziel war es die durch Krieg und Pest dezimierte Bevölkerung der Umgebung zu erhöhen. Dazu wurden Schwaben aus Kimratshofen in Bayern angesiedelt. Die ersten Siedler kamen 1713 an. 1760 lebten im Ort bereits 24 Familien. Aufgrund der sprachlichen Unterschiede zum bairisch-österreichischen Dialekt der Bevölkerung der Stadt Güns und den ungarischen Dörfern des Umlands, blieb das Dorf sprachlich abgesondert.
Schwabendorf erhielt 1752 eine eigene Kapelle, welche 1850 abgerissen wurde und durch die noch heute bestehende, dem heiligen Leonhard geweihte, Kirche ersetzt wurde.
Ab Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Bevölkerung des Dorfes, ähnlich wie auch die der Stadt Güns, zunehmend magyarisiert. Beide Orte verloren etwa um die Jahrhundertwende ihre deutschsprachige Mehrheit.
1896 wurde Schwabendorf aufgrund der sich verstärkenden Magyarisierungspolitik in Kőszegfalva (Günsdorf) umbenannt. 1938 erhielt der Ort eine eigene Bahnhaltestelle. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden etwa 90 Angehörige der deutschsprachigen Minderheit vertrieben.
Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Denkmal der Heimatvertriebenen: Das Denkmal der Heimatvertriebenen (Kitelepítettek emlékműve) befindet sich in einem kleinen Park vor dem Friedhof, an der Kőszegfalvi utca, in Kőszegfalva und wurde 2002 errichtet. Die Inschrift lautet: "Kőszeg és Kőszegfalva lakói kegyelettel őrzik azok emlékét, akiket 1946-ban kitelepítettek Németországba." (deutsch: „Die Einwohner von Kőszeg und Kőszegfalva bewahren in Ehrfurcht das Andenken an diejenigen, die 1946 nach Deutschland umgesiedelt wurden). Die überwiegende Mehrheit der Einwohner von Kőszegfalva war vor dem Zweiten Weltkrieg deutschsprachig. 91 Menschen davon wurden nach Deutschland umgesiedelt.
Gedenkstein Rábai Gábor: Der Gedenkstein für Rábai Gábor befindet sich an der Kőszegfalvi utca in Kőszegfalva. Gábor Rábai (1964–2004) war Vorsitzender des Sportvereins Kőszegfalvi Sportkör. Im Jahr 2005 errichtete der Verein zu seinen Ehren einen Gedenkstein, auf dem ein von Endre András Tornay geschaffenes Relief angebracht wurde.
Kirche Heiliger Leonhard: Die Kirche aus der Mitte des 19. Jahrhunderts befindet sich in der Ortsmitte von Kőszegfalva.
Kriegerdenkmal: Das Soldatendenkmal (Kőszegfalvi hősi emlékmű) befindet sich an der Kőszegfalvi utca in Kőszegfalva und wurde 1989 errichtet. Es beinhaltet nur die Namen der Opfer aus dem 2. Weltkrieg. Die Namen vom 1. Weltkrieg sind auf der Gedenktafel in Kőszeg zu sehen.
Pietá: Die Pietá befindet sich an der Kőszegfalvi u. 92 in Kőszegfalva und wurde 1966 erbaut. Die deutsche Inschrift lautet "O ihr Alle die ihr am Wege vorübergeht, ... ob ein ...". Der Rest ist nicht mehr lesbar.
Quelle: Text: Wikipedia (erweitert um Sehenswürdigkeiten), Bilder: Pan Peter, gemeinfrei.
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